Das Gaming bietet dir in der heutigen Zeit sehr viel mehr Optionen und das meiste spielt sich online ab. Natürlich ist es positiv, zahlreiche neue Möglichkeiten zu erhalten, aber gleichzeitig bieten sich Cyberkriminellen und Hackern auf diese Weise mehr Gelegenheiten, zuzuschlagen. Wenn Gaming Plattformen nicht ausreichend abgesichert sind oder Inhalte von ominösen Quellen geladen werden, setzt du dich einem großen Risiko aus. Darum ist auch für das Gaming wichtig, sich mit Themen wie der Onlinesicherheit und den realen Gefahren des Internets auseinanderzusetzen.
Das Spielen von Online Games und Einzelspieler-Titeln gehört mittlerweile zum ganz normalen Alltag und ist schon seit sehr langer Zeit ein Bestandteil der Kultur geworden. Im Verlauf der vergangenen Jahre kam es jedoch zu einer schleichenden Veränderung. Gaming-Plattformen wie „Steam“ sind mittlerweile der Standard und setzen voraus, dass du immer online bist, wenn du ein Spiel zocken oder installieren willst. Die ganze Zeit über werden die Daten der Spieler transferiert, welche mit zahlreichen Onlinekonten verbunden sind. Das moderne Gaming erfordert die Nutzung von digitalen Online Zahlungsmethoden und auch beim Handel mit In-Game-Items oder Skins bietet sich eine Angriffsfläche.
Offizielle Daten großer Unternehmen aus dem Bereich der Cybersicherheit belegen, dass die Anzahl der Angriffe aus dem Internet zunehmen. Seit dem Jahr 2023 ist hier ein sehr großer Zuwachs zu beobachten und auch du solltest dich aus diesem Grund ausreichend absichern, damit deine Gaming-Konten und privaten Daten sicher bleiben.
Der Identitätsdiebstahl in der Welt des Gamings ist eine reale Bedrohung
Auch in der Welt des Gamings ist eine große Anzahl privater Daten im Umlauf. Digitale Identität umfasst beim Zocken mittlerweile sehr viel mehr als bloß den „Nickname“ des Gamers. Private Freundeslisten, Online Zahlungsdaten, Inventare, Chatverläufe und Plattformverknüpfungen gehören zu den Bestandteilen. Alle diese Infos sind für die Cyberkriminellen sehr interessant. Einige Online Portale im Umfeld des Gamings funktionieren komplett ohne KYC Verfahren und Gamer möchten wissen, wie es dort im Vergleich zu regulären Gaming Plattformen um das Thema Onlinesicherheit bestellt ist. Auf Informationsportalen finden sie Hinweise zu iGaming Portalen und Zahlungsdienstleistern ohne Verifizierung. Die Spieler möchten verstehen, welche Sicherheitsmechanismen fehlen könnten, wenn Identitätsprüfungen im regulären Gaming-Bereich umgangen werden.
Je komplexer sich ein digitales Profil gestaltet, desto attraktiver wird es für Cyberkriminelle. Laut offiziellen Angaben von Kaspersky wurden im Jahr 2024 auf globaler Ebene mehr als 185 Millionen Angriffe auf Gamingkonten registriert. Besonders Plattformen, die soziale Interaktionen und spielinterne Funktionen eng miteinander verbinden, waren das Ziel der Angreifer.
Mit diesen Risiken werden Gamer im Alltag konfrontiert
Zahlreiche Angriffe in der Welt des Gamings entstehen im Alltag und sehr oft, ohne dass du es sofort bemerkst. Öffentliches Wi-Fi zählt mit zu den größten Risikofaktoren. Angreifer können dort ohne großen Aufwand Datensätze einfangen und private Informationen kapern. Falls auch du unterwegs spielst oder Downloads startest, kann ein unsicheres Netzwerk schnell zu einem sehr großen Risiko werden.
Auch Voice-Chats und Gruppenfunktionen gestalten sich kritisch. Social Engineering, also das gezielte Manipulieren von Nutzern, funktioniert im Bereich des Gamings ganz besonders gut. Man amüsiert sich und rechnet nicht damit, dass man mit einem Kriminellen chattet. Laut einer EU-Studie aus dem Jahr 2024 erlebten circa 41 % der Jugendlichen Gamer bereits unerwünschte Kontaktversuche in Online-Games.
Ein zusätzliches Risiko entsteht durch manipulierte Mods. Laut offiziellen Angaben von Avast waren im Jahr 2024 circa 13 % der registrierten Malware-Dateien als Gamingmods getarnt. Wenn du Mods nutzt, solltest du daher sehr genau prüfen, von welcher Quelle sie stammen.
Diese Schutzmaßnahmen solltest du direkt umsetzen
Viele Angriffe lassen sich verhindern, wenn du ein paar grundlegende Schritte befolgst. Besonders wirksam sind Maßnahmen, die deine Gamingkonten sichern und dein Gerät auf dem neuesten Stand halten:
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2-FA) auf allen Plattformen, die dir diese Option bieten.
- Verwende für jeden Launcher ein anderes Passwort
- Meide öffentliche WLAN-Netzwerke. Falls du darauf angewiesen bist, nutze auf jeden Fall ein VPN-Netzwerk.
- Lade Gaming-Mods nur von sicheren Quellen herunter.
- Überprüfe die App-Berechtigungen auf deinen Geräten in regelmäßigen Abständen.
Steam meldete bereits im Jahr 2024, dass mehr als 77 % der gestohlenen Steam-Accounts keine zusätzliche Sicherheitsebene wie 2FA aufwiesen.
Das Mobile-Gaming als eines der Hauptziele von Kriminellen
Mobile-Gaming wächst rasant und die Angriffsfläche wächst mit. Smartphones sind voll mit sensiblen Daten und viele Apps greifen auf Berechtigungen zu, die du im Alltag kaum kontrollierst. Gerade wenn du spielst, chattest und gleichzeitig Transaktionen durchführst, steigt das Risiko für Angriffe.
Die EZB (Europäische Zentralbank) meldete 2024 einen Anstieg digitaler Wallet-Zahlungen um 31 %. Das zeigt, wie viel Geld inzwischen über mobile Geräte transferiert wird und warum sie ein bevorzugtes Ziel für Cyberkriminelle sind. Halte dein Gerät deshalb mit Updates aktuell, überprüfe Berechtigungen und nutze sichere Netzwerke.
Neue Technologien für sicheres Gaming
Die Zukunft der Gaming-Sicherheit wird stark durch künstliche Intelligenz geprägt. Plattformen wie „Microsoft“, „Sony“ und „Valve“ setzen bereits KI ein. Beispielsweise um ungewöhnliche Login-Muster, Bot-Aktivitäten und verdächtige Serveranfragen automatisch zu erkennen. KI-Systeme reagieren sehr viel schneller als menschliche Teams und blockieren Angriffe oft schon lange bevor du überhaupt etwas bemerkst.
Parallel entwickeln EU-Institutionen neue Standards für digitale Identitäten. Das Ziel ist mehr Transparenz. Auch stärkere Mindestanforderungen und Schutzmodelle, die Privatsphäre und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigen, stehen im Fokus der Behörden.
Für dich könnte das bedeuten, dass Gaming Plattformen künftig klarer ausweisen müssen, wie sicher deine Daten sind und welche Risiken bestehen. Mit ein paar grundlegenden Maßnahmen kannst du bereits jetzt dafür sorgen, dass du sicherer spielst, ganz ohne ständig an Cyberrisiken denken zu müssen.
